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Zukunftspreis

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Willkommen im Neustadtfenster

Wassersportfreizeit in der Heimat

Dieses Jahr veranstaltete der Jugendtreff Krawinkel des Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur unter der Leitung von Marie Deutschmann erstmalig in den Sommerferien vom 22. bis zum 25.08.2019 eine viertätige Segel- und Kanufreizeit.

Dank der Kooperation mit dem Verein für Soziale Dienste in Bergneustadt e.V., konnten die Gruppe auf dem Jugendzeltplatz Aggertalsperre übernachten. Am Freitag und Samstag bot die Behindertensportgemeinschaft Gummersbach den Kindern eine Einführung im Opti- und Jollensegeln, sowie im Kanu fahren und Stand Up Paddling an. Bei schönstem Sommerwetter konnten sich die Kinder im und auf dem Wasser richtig austoben.

Alles in allem war es eine gelungene Freizeit, die in den nächsten Sommerferien bestimmt wiederholt wird.

Unser neues Programm

„Den Kindern von Tschernobyl“

Zum vierten Mal besuchten Kinder und Mütter aus Gomel den Jugendtreff des Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur. Die Initiative um Gudrun Irle und ihrem engagierten Team der Evangelischen Kirchengemeinde Wiedenest, fand im Jugendtreff Krawinkel einen Kooperationspartner, der einen Nachmittag für die Kinder und Mütter gestaltete.

Nach der Begrüßung durch die Stv. Vorsitzende Doris Klaka und Schatzmeisterin Isolde Weiner, gleichzeitig Stv. Bürgermeisterin, wurden erstmal Waffeln mit Eis und Sahne zum Kaffee und Kaltgetränken gereicht. Danach konnten die Gäste am Strickstand des Förderkreises nach Belieben stöbern. Das hatte schon im letzten Jahr allen Gästen sehr gefallen. Nach der „Modenschau“ setzten sich die Erwachsenen zum Gespräch zusammen und hatten sich viel zu erzählen. Wer sprachlich nicht klar kam, konnte Dolmetscherin Irina Danenkowa zu Rate ziehen.

Zur gleichen Zeit verteilten sich die Kinder im Außenbereich am Bauwagen und in der Kunstwerkstatt. Dazu hatte sich das Jugendtreff-Team mit Marie Deutschmann und Nurcan Arslan gut vorbereitet. Vor allem das Gestalten von Perlenketten und Armbändern machte den Kindern große Freude. Gleichzeitig spielten Wolfgang Lenz und Michael Klaka vom Förderkreis mit einigen Jungen Kicker. Das zog die Jungs schon im letzten Jahr magisch an.

Beobachtet man die Kinder, so fällt dem Betrachter nicht auf, dass sie fast alle an Leukämie erkrankt sind und eine Chemotherapie hinter sich haben. In Gomel ging 1986 die erste Uranwolke aus dem Atomkraftwerk Tschernobyl nieder. So hat der Sohn der Dolmetscherin die Strahlenbelastung an sein Kind weitergegeben. Nach langen Krankenhausaufenthalten bleiben die Erkrankten zwei Jahre zu Hause. Der Schulbesuch fällt aus, weil ihr Immunsystem zu schwach ist. Wenn sie Glück haben, können sie nach langer Wartezeit ins Käthe-Strobel-Haus und werden drei Wochen lang vor allem durch die Wiedenester Initiative betreut. Im vergangenen Jahr feierten alle gemeinsam das 20-jährige Bestehen.

Die Wiedenester Initiative kann auch im kommenden Jahr auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Förderkreis für Kinder, Kunst & Kultur rechnen.

 

Mit dem Fahrrad und per Pedes - zwischen Remagen, Ahrweiler und Bonn

Auch in diesem Jahr fand wieder die traditionelle Fahrrad Freizeit des Jugendtreffs Krawinkel, des Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur in Bergneustadt e.V., statt. Vom Standort Remagen-Kripp aus erschlossen sich die Jugendlichen ihre Umgebung mit dem Fahrrad und zu Fuß. Dabei lag der Schwerpunkt der Touren im Bereich der Flüsse Rhein und Ahr.

Zwischen den Touren nach Ahrweiler und Bonn und einer Wanderung zum „Teufelsloch“, war sogar noch genug Zeit, um sich mit der Geschichte der Brücke von Remagen im Friedensmuseum zu beschäftigen. Bei allen Freizeitangeboten in dieser Region spielte der Bildungsauftrag immer eine wichtige Rolle. So gehörten die Besuche des Friedensmuseum, der Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler oder der Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf zum Programm. Die Fahrten nach Bonn waren immer mit einer Besichtigung des ehemaligen Regierungsviertels verbunden.

Zum Abschluss der Aktionstage erholten sich die Teilnehmer allabendlich beim Lagerfeuer am Rhein. Mit dem Blick auf das rechtsrheinische Linz mit seinen schönen Fachwerkhäusern sorgte dabei im Sonnenuntergang für ein Stück Romantik. Und das gehört auch zu einer Freizeit „fern von Zuhause“.

 

Der Kindertreff in Kripp

Zum Ende des Schuljahres ist der Jugendtreff mit seiner Kindertreffgruppe über das Wochenende nach Remagen Kripp gefahren. Dort begeisterte nicht nur die Fähre nach Linz und die Stadt selbst, sondern auch die wunderschöne Landschaft.

An der Ahr konnten die Kinder sich am heißen Samstag abkühlen und richtig austoben, nachdem sie auf den Königsberg gewandert sind und die schöne Aussicht ins Ahrtal genießen konnten.

 

Besuch aus Schloss Homburg in der Kunstwerkstatt

Mit Begeisterung empfingen die Kinder der Kunstwerkstatt des Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur Bergneustadt, die Kunsthistorikerin von Schloss Homburg, Janina Leferink, im Jugendtreff Krawinkel.

Da die Kinder sich schon seit einiger Zeit mit der Portraitmalerei beschäftigen, war es für sie besonders spannend von einer Kunsthistorikerin zu hören, die sich in ihrer Masterarbeit sogar mit diesem Thema beschäftigt hatte.

Frau Leferink brachte einige Kopien von Bildern mit, unter anderem auch Bildern, die in Schloss Homburg zu sehen sind, und führte die begeisterten Kinder in eine lebhafte Diskussion zu der Frage: Was ist eigentlich ein Portrait?

Dabei war man sich noch einig, dass das Bild eines Fußes kein Portrait ist, bei Picasso gingen die Meinungen schon weiter auseinander: Muss die Nase am richtigen Platz sein, damit es ein Portrait ist?

Die sieben bis elf Jahre alten Mädchen und Jungen, beteiligten sich sehr ausdauernd an der Diskussion und vertraten ihre Meinung mit Überzeugung und guten Argumenten.

Zum Abschluss wurde dann noch gemeinsam gezeichnet, wobei besonders das Portraits von Picasso für viel Inspiration sorgte.

Hackenberg – ein Stadtteil in Bewegung

Zu diesem Thema hatte der Förderkreis für Kinder, Kunst & Kultur den städtischen Diplom-Sozialpädagogen Michael Zwinge eingeladen. Dazu konnten die Gesprächspartner Doris und Michael Klaka, trotz großer Hitze, nicht wenige Bewohner/innen des Hauses Evergreen und dessen Leiterin Monika Weith, in Bergneustadt begrüßen.

Nach den allgemeinen persönlichen Anmerkungen zur Person, kam man schnell zum eigentlichen Thema. Bereits mit seiner Diplomarbeit befasste sich Michael Zwinge mit dem Projekt Hackenberg I und II. Er erläuterte dem interessierten Publikum die Hintergründe der massiven Bebauung des Stadtteils Hackenberg und Leienbach, sowie den damit verbundenen soziokulturellen Bedingungen. Nach Abschluss seines Studiums konnte der gebürtige Neustädter und Hackenberger Bürger seit seinem 2. Lebensjahr, als Leiter der neu eingerichteten Begegnungsstätte Hackenberg gewonnen werden. Gemeinsam mit der Sozialpädagogin Gitta Esch entwickelte das engagierte Team eine Einrichtung, die der Ausgangspunkt vieler Initiativen war und ist. Unzählige Projekt für die jungen und alten Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils folgten. Herausragend gestaltete sich der Zirkus Orlando, der bis zum heutigen Tage engagiert und nachhaltig betrieben wird. Daraus hervorgegangen sei u.a. die Einrad Weltmeisterin Lalenia Hirte.

Michael Zwinge berichtete über die Entwicklung des Stadtteils Hackenberg bis zum heutigen Tage. Als Grundlage zur besseren Darstellung hatte er allen Gästen die Broschüre „Hackenberg hoch.hinaus. mitgebracht. Unter dem Motto „ein Stadtteil erwirbt soziale Kompetenz“ erläuterte der Gesprächsgast die soziale und städtebauliche Entwicklung des Stadtteils Hackenberg. Aus dem ehemaligen „sozialen Brennpunkt“ habe sich durch die Kraft der sozialen Stadtteilarbeit und des Engagements der Kirchen, Vereine, Kindergärten, Schule und GEWOSIE ein Stadtteil entwickelt, der anderen Wohngebieten in Nichts nachstehe.

Michael Zwinge, der sich neben seinem Beruf als städtischer Sozialpädagoge, auch noch ehrenamtlich um den TV-Hackenberg und die Pfadfindergruppe kümmert und gleichzeitig im Metallfachbetrieb GZM GEBRÜDER ZWINGE engagiert, konnte eine Frage des Moderators nicht beantworten: „Wie schaffst Du das alles“?

Traditionell zur Verabschiedung sangen die Gäste ein gemeinsames Lied, begleitet von Michael Zwinge an der Gitarre.

Gesprächsrunde mit Dr. Roland Adelmann

Zur 25. Gesprächsrunde im Haus Evergreen hatte der Förderkreis für Kinder, Kunst & Kultur den Schirmherrn des Vereins, Dr. Roland Adelmann eingeladen. Mit von der Partie war zur Unterstützung des Moderatorenteams, Doris und Michael Klaka, auch die Vorsitzende des Fördervereins Mutter-Kind-Zentrums der Kinderklinik im KKH Gummersbach, Ina Albowitz.

Zu Beginn der Talkrunde erzählte der Leiter der Kinderklinik aus seiner Schulzeit, seiner Familie, seiner beruflichen Entwicklung und seinen Hobbys. Vor allem Motorradfahren sei ihm sehr wichtig. Damit war er auch zur Gesprächsrunde nach Bergneustadt unterwegs.

Schaut man in Wikipedia, dann stehen zwei berufliche Felder im Vordergrund: Sein politisches Engagement und sein Wunschberuf Kinderarzt. Als ehemaliger Vorsitzender der Wiehler Jusos gelang es ihm später als stellv. Vorsitzender der SPD Oberberg ein Direktmandat im Landtagswahlkampf zu erringen. „Da seine Tätigkeit als Chefarzt mit dem Landtagsmandat unvereinbar war, schied er am 31. Dezember 2015 aus dem Landtag aus“, so Wikipedia.

Und schon war man im Thema: „Aus dem Leben eines leitenden Arztes“. Im Verlauf seiner Darstellung wurden drei Dinge deutlich, die aktuelle Arbeitssituation der MitarbeiterInnen, die Unterstützung durch den Förderverein und nicht zuletzt die Einstellung zum Beruf. Man merkt ihm sein Engagement und seine Empathie für Menschen, insbesondere für Kinder an. Seinen Ansatz zum Umgang mit Kindern, hier insbesondere kranker Kinder, erklärt Dr. Adelmann anhand von einigen Beispielen. Nachdem Kinder immer mit ihren Eltern zu ihm kommen, steht für ihn das Kind im Vordergrund. Schon das Gespräch führt er direkt mit dem Kind, weniger mit den Eltern über das Kind.

Während des Gesprächsverlaufs wird allen Teilnehmern deutlich, dass er als Leiter der Kinderklinik die richtige Berufswahl getroffen hat. Kinder merken das sehr schnell und fühlen sich bei ihm und seinem Team gut aufgehoben.

Wie schnell er einen guten Kontakt zu Kindern herstellt, beweist er auch bei jedem Besuch im Kinder- und Jugendtreff des Förderkreises. Er ist bei den Kindern immer herzlich willkommen. Und so war das auch bei dieser Gesprächsrunde. Er kommt gut an, auch bei den älteren Semestern im Haus Evergreen und bei den jungen Gesprächsteilnehmerinnen aus dem Jugendtreff unter Leitung von Nurcan Arslan.

Beim abschließenden, traditionellen Gesang zum Thema, sangen alle gemeinsam einen veränderten Text zum Lied: „Ich bin der Doktor Eisenbart“. Isolde Weiner, Schatzmeisterin des Förderkreises und stellv. Bürgermeisterin überreichte dem Gast und dem Moderatorenteam einige Rosen aus ihrem Garten zum 25ten Talk mit prominenten Bürgerinnen und Bürgern im Haus Evergreen. Auch die zweite stellv. Bürgermeisterin, Antja Kleine, ließ sich die Veranstaltung mit dem engagierten Chefarzt nicht entgehen.

 

 

Benefiz Konzert für Jung & Alt

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete der Förderkreis ein Benefiz Konzert mit dem Orchester des Wüllenwebergymnasiums. Unter der Leitung von Heinz Rehring, spielten die Kinder und Jugendlichen des Orchesters eine schwungvolle Mischung aus klassichen und modernen Liedern. Gespielt wurde vor dem Hintergrund der Bilder aus der Kunstwerkstatt des Jugendtreffs. In der Pause verkauften die Jugendlichen des Jugendtreffs, gemeinsam mit Mitgliedern aus dem Vorstand, Waffeln und Kaffee. Der Erlös des Konzertes ging zu gleichen Teilen an die Jugendarbeit des Förderkreises und das Orchester selbst.

 

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