Zukunftspreis

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Willkommen im Neustadtfenster

Besuch einer öffentlichen Sitzung im Amtsgericht GM

Bernd Warwel, Vorstand Förderkreis Kinder, Kunst & Kultur und seit 20 Jahren Schöffe, besuchte mit einer Jugendgruppe des Jugendtreffs Bergneustadt das Amtsgericht in Gummersbach.
 
Hier sein Bericht zum Fall:

Ein junger Mann hatte sich in einer Nacht im Frühjahr 2017 mal so richtig daneben benommen. Ausgangspunkt war ein Trinkgelage mit Freunden irgendwo in einem Außenbereich, seine Sinne hat er sich mit Alkohol und Kokain total benebelt. Die Polizei löste die Runde auf, regelmäßigen Kokainerwerb hat er sofort zugegeben, gegen den Verkäufer wird separat ermittelt. Von dort aus ist er nachts um 3.00 in eine Wohnung eingebrochen und hat eine ältere Dame zu Tode erschreckt und belästigt, geflüchtet als Nachbarn zu Hilfe kamen. Ein Rollo hat verhindert, das er Zugang zu einer anderen Wohnung erhielt. Beim Versuch, über einen Balkon in noch eine andere Wohnung einzubrechen, stürzte er ab und verstauchte sich den Fuß. Ein herbeigerufener Bekannter fuhr ihn zur Notaufnahme ins Krankenhaus, wo er im Notaufnahmebereich randalierte, eine Krankenschwester verletzte und sich aggressiv und unmöglich benahm, bis die Polizei erneut kam.
 
In der Gerichtsverhandlung tat ihm alles furchtbar leid und es war ihm peinlich, aber nicht das erste Mal das er straffällig geworden ist. Bei um die 2 Promille kam also BTM-Verstoß, Einbruch, Beschädigung fremden Eigentums, nächtliche Ruhestörung, Nötigung, Beleidigung und Körperverletzung zusammen. Strafmildernd wirkte sein Geständnis, verminderte Schuldfähigkeit aufgrund seines Zustandes, die positive Auskunft seiner Bewährungshelferin sowie eine günstige Sozialprognose (er hat jetzt Arbeit, eine eigene Wohnung sowie eine neue feste Beziehung) So kam es zu einer Verurteilung zu Geldstrafen und 12 Mon Haft, ausgesetzt zu 4 Jahren Bewährung mit ganz engen Auflagen wie Meldefristen beim Bewährungshelfer mit Nachweisen, das weder Alkohol noch Drogen konsumiert wurden, Therapien etc. zu begreifen als wirklich allerletzte Chance, wie der Richter ausführte.

Eigentlich haben mir alle Jugendlichen gesagt, dass er sofort und lange ins Gefängnis gehört. Wir haben das immer wieder in den Pausen diskutiert und sie mussten lernen, dass die Dinge nicht nur schwarz oder weiß sind, sondern auch viele andere Punkte berücksichtigt werden müssen. Wichtig fand ich auch, das die jungen Leute die Abläufe und die Würdigung der Gerichtsbarkeit, die Ruhe und Konzentration, die Beweisaufnahme sowie immer wieder neue Aspekte kennen- und akzeptieren gelernt haben.

Bildungsfahrt ins NS-Dokumentationszentrum

Jugendliche des Jugendtreffs Bergneustadt besuchten das Kölner EL-DE Haus mit der Gedenkstätte. Im Rahmen der Bildungsfahrten des Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur, beschäftigten sich  die jugendlichen TeilnehmerInnen in einem Workshop mit dem Thema „Jugend im Nationalsozialismus“. Zuvor nahmen sie an einer Basisführung teil, die sich mit der Geschichte des EL-DE Hauses und der Gedenkstätte befasste und Kernthemen der nationalsozialistischen Ideologie und Herrschaft vermittelte. Eine Gesprächsrunde bot die Möglichkeit des Austauschs und der Diskussion. An der fachlichen Führung und Leitung durch eine Mitarbeiterin des Museumsdienstes zeigten die jungen Leute reges Interesse und stellten viele Fragen.

Begleitet wurde die Gruppe von den Projektleitern Michael Klaka und Nurcan Arslan sowie der stellvertretenden Bürgermeisterin Isolde Weiner, die gleichzeitig als Vertreterin des Förderkreisvorstandes fungierte.

Bildungspolitische Gesprächsrunde Termine 2018

Bürgermeister besucht Alt & Jung Projekt

Seit September 2016 geben sich bekannte Bürgerinnen und Bürger aus Bergneustadt, im Haus Evergreen, die Klinke in die Hand. Leiterin Monika Weith begrüßte die Gäste und ihre Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses. Jugendliche und Praktikanten aus dem Jugendtreff Bergneustadt gesellten sich zu den alten Menschen. Moderatorin Doris Klaka vom Förderkreis Kinder, Kunst & Kultur eröffnete die erste „Bildungspolitische Gesprächsrunde“ 2018 und stellte Bürgermeister Wilfried Holberg als Talkgast den Besuchern der Veranstaltung vor. Projektleiter Michael Klaka moderierte die Fragen, denen sich der Bürgermeister gekonnt stellte. Seine privaten Daten zur Herkunft, Holberg wurde in Bergneustadt geboren und seinem schulischen wie beruflichen Werdegang bis zur Kandidatur als Bürgermeister, standen im Mittelpunkt der ersten Fragerunde. Sein Engagement als Musiker bei der legendären Demo der Friedensbewegung im Bonner Hofgarten, gegen den Nato Doppelbeschluss im Oktober 1983, spielte ebenso eine wichtige Rolle wie sein wichtigstes Hobby als Schlagzeuger der Band „The Driem Beus“.

Mit seinem Studium an der FH Bochum und dem Abschluss als Diplom Ingenieur begann seine Laufbahn in der Kreisverwaltung als Vermessungs-Ingenieur, später als hauptamtlicher Personalrat. 2014 trat er dann als parteiloser Kandidat zur Bürgermeisterwahl in seiner Heimatstadt an und setzte sich erfolgreich gegen seine Gegenkandidaten durch. Auf die Frage des Moderators, ob er sich eine zweite Kandidatur 2020 vorstellen könnte, verwies Holberg auf das Veto seiner Frau. Gleichzeitig verdeutlichte er aber den Gästen, dass das eine oder andere Projekt in einer Legislatur nicht umsetzbar sei, was er bei der letztendlichen Entscheidung auch zu bedenken gäbe.

Bürgermeister Holberg berichtete erläuternd seine Vorstellungen des Umgangs der Verwaltung mit den Bürgerinnen und Bürgern Bergneustadts. Er referierte über die Schullandschaft, die Wichtigkeit einer guten Bildung und ergänzte seine Positionen um die notwendigen Belange der Wirtschaftsförderung. Dass er mit einigen Ideen und Gedanken nicht genügend Rückhalt im Rat fand bedauerte er ausdrücklich.

Fragen der Bewohner und der Leiterin des Hauses Monika Weith betrafen vor allem die 30-km Zone zwischen Haus Evergreen und Stadtzentrum. Frau Weuste, als Beiratsvorsitzende des Hauses, übergab diesbezüglich einen Brief an den Bürgermeister (siehe Foto). Nach weiteren Fragen der Gäste bedankte sich Doris Klaka bei Wilfried Holberg und allen Teilnehmern der „Bildungspolitischen Runde“, vor allem auch beim Leitungsteam des Hauses für die sehr gute Zusammenarbeit.

Das abschließende gemeinsame Lied passte gut zur Frage nach einer erneuten Kandidatur Holbergs: „Muss i denn zum Städtele hinaus“, mit der erstmal offenbleibenden Antwort des Talkgastes.

Nächster Gast: 23. Februar 2018, um 15.30 Uhr – Talkgäste: Edwin de Jong und Han Poddewijn – Thema: „zwei engagierte Holländer in Bergneustadt“.

Spaß beim Schlittschuhlaufen

Ein trockener, kalter Tag – auf den hatten die Kinder des Jugendtreffs Bergneustadt Kölner Straße lange gewartet. Gemeinsam mit den Betreuerinnen und Praktikanten ging es Richtung Rathausplatz auf  die Schlittschuhbahn zum „Bergneustädter-Wintermärchen“.
Eine ganze Stunde lang kurvten die Kleinen und Großen kreuz und quer, hin und her, rauf und runter, bis ihnen die Luft ausging. Kurze Pause und weitere Pirouetten folgten. Alle hatten einen großen Spaß und wollen sich unbedingt noch mal auf dem Eis austoben.

Spende für den Jugendtreff Bergneustadt

Seit Jahren unterstützt Frank Thurau die Kinder- und Jugendarbeit des Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur in Bergneustadt. Mit ihm und den vielen treuen Mitgliedern und Sponsoren kann der engagierte Verein sein breites Angebot für Kinder, Jugendliche, Familien und den alten Bürgerinnen und Bürgern, beim Projekt Alt & Jung, weiter entwickeln.
Diesmal stellte der Spender 400.- € für die „Bildungspolitische Jugendarbeit“ zur Verfügung, die für eine Fahrt zum NS-Dokumentationszentrum in Köln verwandt wird.
Meike Krämer und Nurcan Arslan, die Projektleiterinnen der Jugendgruppe, freuten sich gemeinsam mit den Jugendlichen und dankten Frank Thurau herzlich für seine Unterstützung.

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© 2018 Förderkreis für Kinder, Kunst & Kultur e.V.

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